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Stolpersteine

In der Projektwoche 2016 beschäftigten sich 9 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen EF und Q1 mit Archivarbeit und der Dokumentation der Herdecker Stolpersteine.

Wir, die Klasse 9d, haben dieses Projekt aufgegriffen und uns ebenfalls intensiv mit den Stolpersteinen auseinnadergesetzt.

Dabei haben wir uns über bereits vorhandene Stolpersteine informiert und in der Klasse darüber diskutiert, inwieweit man in einer solchen Form an Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollte.

Die Stolpersteine sind ein Kunstprojekt von Gunter Demnig. Die in den Boden verlegten kleinen Gedenktafeln sollen an das Schicksal der Opfer des Nationalsozialismus erinnern und gedenken. Die quadratischen Messingtafeln werden am letzten frei gewählten Wohnort verlegt. Über 69.000 Stolpersteine erinnern mittlerweile bereits an die Vertreibung und Vernichtung von Juden, Homosexuellen, Sinti & Roma, Zeugen Jehovas, Behinderten und politischen Gegnern.

Vielleicht „stolpern“ Sie ja auch eines Tages über den neuen Stolperstein, der sich in der Habigstr. 3 befindet. Dort wird der Herdecker Bürger Wilhelm Vormbaum geehrt. Dieser trat im Alter von 19 Jahren der Kriegsmarine bei und bekleidete 1941 den Rang eines Verwaltungsobergefreiten. Er war bei der 6. Sicherungsflottille in Marseille stationiert. Am 19.04.1943 blieb er unerlaubt seiner Einheit fern und tauchte anschließend aus Angst vor Strafe unter und knüpfte Kontakte zur Resistance. Am 07.03.1944 erkannte ihn ein ehemaliger Kamerad in einer Bar in Toulon und sorgte für seine Verhaftung. Ihm wurde vor einem Kriegsgericht der Prozess wegen Fahnenflucht gemacht und er wurde am 04.05.1944 hingerichtet.

Die Stolpersteine halten die Erinnerung wach und regen dazu an, nicht zu vergessen, was passiert ist.

Sie mahnen uns auch, aus der Geschichte zu lernen.


Stolpersteine 1 (© Unbekannt) Stolpersteine 2 (© Unbekannt) Stolpersteine 3 (© Unbekannt) Stolpersteine 4 (© Unbekannt) Stolpersteine 5 (© Unbekannt)