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Échange Avon – Herdecke 2018/2019

„Gleis 3, Ankunft 18:35 Uhr.“

Es war so weit. Die Französischen Austauschschüler sind mit etlicher Verspätung endlich am Hagener Hauptbahnhof angekommen. Nach dem ersten Kennenlernen ging es anschließend zurück zu unserer Mensa, wo unsere Eltern ein „Willkommens-Buffet“ organisiert und aufgestellt hatten. Es war ein schöner Abend, an dem man die Austauschschüler näher kennenlernen konnte.
Der restliche Abend wurde Zuhause verbracht, um alles vorzustellen und zu erzählen, was die Franzosen in der kommenden Woche erwarten wird.

Der zweite Tag begann für uns und die Austauschschüler morgens um  8:10 Uhr in einem Klassenraum unserer Schule. Nach mehreren Kennenlernspielen, bei denen man gegenseitig mehr voneinander erfuhr, haben wir unseren Franzosen die Schule gezeigt. Als dies erledigt war, begann die einstündige Mittagspause, mit einem gemeinsamen Essen. Nachdem wir gestärkt waren, führte uns Herr Creutzenberg, ein ehemaliger Lehrer der FHS, in Herdecke rum. Er zeigte uns historische Gebäude und erzählte spannende Geschichten über den Ursprung der Stadt Herdecke. Den Abend verbrachten die Austauschschüler wieder zusammen mit ihren „corres“ (den Austauschschülern). Die einen feierten einen Geburtstag, die anderen machten sich einen gemütlichen Fernsehabend.

Am Dienstag ging es nun endlich nach Dortmund. Nach der Ankunft am Hauptbahnhof hielt sich die Begeisterung der Franzosen zunächst in Grenzen, denn sie hatten eine viel größere Stadt erwartet. Was soll man sagen, wenn man in der Nähe von Paris wohnt. Da kann Dortmund trotz seiner spektakulären Sehenswürdigkeiten nicht mithalten. :)
Angefangen hat der Tag mit einer sehr interessanten Besichtigung der Steinwache Dortmund. Auf mehreren Etagen konnte man sehen, wie es sich zu damaligen Zeit gelebt hat. Die Führung und die dadurch gewonnen Informationen ließen einen erschrecken, wie grausam es in diesem Gebäude zuging. Nach der Steinwache ging es auf die Panorama-Plattform des „Dortmunder U“. Nach unzähligen Treppenstufen belohnte man sich mit einem atemberaubenden Blick über ganz Dortmund. Von der Reinoldi-Kirche bis zum Stadion konnte man alles sehen.
Nach einer kurzen Pause und viele Fotos später begann die Freizeit für uns, die wir mit Shoppen und Essen ausfüllten. Der Abend wurde wieder Zuhause bei den Familien verbracht.

Mittwochs ging es mit der Bahn nach Wuppertal in die Kletterhalle. Eine tolle und vor allem lustige Aktion, bei der alle Spaß hatten. Die einen hatten Angst, höher als drei Meter zu klettern, die anderen wiederum haben ihre Höhenangst mit der Unterstützung der anderen gebrochen.
Nach dem Klettern ging es in schwindliger Höhe weiter. Wir stärkten uns auf dem Wochenmarkt und fuhren dann einige Station mit der bekannten „Wuppertaler Schwebebahn“. 
Zum Abschluss des Tages gab es ein nettes Beisammensein im Café „Extrablatt“ in Herdecke. 
Der Abend wurde wieder auf ganz unterschiedliche Art gestaltet. Manche haben sich getroffen, um Fußball zu spielen oder sind mit ihren Austauschschülern zum „3D-Schwarzlicht-Minigolf“ nach Dortmund gefahren. 
Donnerstag ging es früh morgens mit der Bahn Richtung Düsseldorf. Unser erster Stopp für den Tag war das „Heinrich-Heine“ Museum. Wir besuchten ein Denkmal, welches nur rund 250 Meter von dem Museum entfernt war. Anschließend gab es eine Führung durch das Museum, bei der man sowohl spannende, als auch interessante Information bekam. 
Der zweite Stopp des Tages war der Düsseldorfer „Medienhafen“ mit seiner spektakulären und außergewöhnlichen Architektur. Kein Gebäude sah aus wie das andere. Jedes war ein Unikat und auf seine Art sehr speziell. In unsere Freizeit in Düsseldorf, sind wir durch die Altstadt gebummelt, haben uns die Geschäfte angeschaut und uns in verschiedenen Restaurants für die Heimreise gestärkt. 
Den Abend verbrachten die Austauschschüler wieder gemeinsam mit ihren corres. Man traf sich zum Plätzchen backen, oder sah sich das schönste Stadion der Welt angesehen. 
Den Signal Iduna Park, also das „Westfalenstadion“.

Freitag. Der letzte gemeinsame Tag mit den Austauschschülern begann mit einer normalen Unterrichtsstunde. Die Franzosen besuchten gemeinsam mit uns den Unterricht und konnten so dem deutschen Schulsystem näher kommen. In den letzten vier Unterrichtsstunden wurde eine Power Point Präsentation zu den vergangenen vier Tagen erstellt, die anschließend auf Deutsch und Französisch vorgestellt wurde. Der Nachmittag wurde zusammen mit einer Runde Bowling in den Elbershallen vervollständigt. Nach zwei gelungenen Runden, gab es einen tollen Abschluss im Party Keller von Merle. 
Eine tolle Woche neigte sich dem Ende zu…

Nach fünf aufregenden und tollen Tagen hieß es, „Abschied nehmen“.
Am Hagener Hauptbahnhof flossen viele Tränen. Es wurde nochmals an lustige Sachen erinnert, sodass der Abschied nicht all zu schwer fiel. Es war erstaunlich, dass viele neue Freundschaften geschlossen worden sind und das nur innerhalb der letzten fünf Tage. 
Eine spannende Woche geht zu Ende und ich kann es kaum erwarten, alle Austauschschüler nächstes Jahr im März wiederzusehen. 
Herzlichen Dank für diese tolle, aufregende und lustige Woche, die einem immer in Erinnerung bleiben wird.

Am 24. März war es dann endlich soweit. Sonntagmorgens machten wir uns gegen 7:00 Uhr auf den Weg Richtung Frankreich. Die Aufregung war groß, denn schließlich hatten wir unsere Austauschschüler fast ein halbes Jahr lang nicht gesehen. 
Als wir nach einigen Stunden am Lycée Uruguay-France in Avon angekommen waren, konnte man sich vor lauter Vorfreude kaum noch zusammenreißen. Wir sprangen alle aus dem Bus, um unsere Austauschschüler endlich wiederzusehen. Es war ein schönes Gefühl sich wiederzusehen und sich alles zu erzählen, was man in den letzten Monaten gemacht hatte.
Der Abend lief dann ähnlich wie in Deutschland ab. Wir sind nach Hause gefahren, wo sich die anderen Familienmitglieder vorgestellt haben. Danach haben wir etwas Fernsehen geschaut, nebenbei gegessen, erzählt und viel gelacht.

 

Den ersten Tag verbrachten wir zusammen in Paris. Wir sind mit der berühmten „Metro“ gefahren, um zum Steg für die „Croisière sur la Seine“ zugelangen. Auf der Bootstour haben wir einige Sehenswürdigkeiten, wie den „Tour Eiffel“, den „Place de la Concorde“, das „Musée du Louvre“ die „Cathédrale Notre Dame de Paris“ und das „Hôtel de Ville“ gesehen. Anschließend ging es zur weltberühmten Cathédrale Notre Dame, die zwischen dem 12 Jahr  hundert und 13 Jahrhundert fertiggestellt wurde. Nach der Besichtigung der Cathédrale, ging es weiter zum „Musée de Cluny“(Nationalmuseum des Mittelalters). 
Dort konnte man wertvolle Schätze, zum Teil auch aus echtem Gold, bestaunen. 
Nach dem ersten Tag in Paris ging es am frühen Abend mit dem Zug wieder Richtung Avon.

Am Dienstag ging es in die „Chocolaterie des Lis à Nemours“. Für viele das Highlight der Woche, obwohl  wir gerade erst den zweiten Tag in Frankreich waren. 
 In der Chocolaterie erzählten die Mitarbeiter uns, wie sie die Schokolade importieren, in welchen Ländern sie die Kakao Bohnen anbauen und mit welchen Methoden man die Schokolade herstellt. Außerdem durften wir verschiedene Schokoladen Sorten probieren und uns in der Chocolaterie umschauen. Neben vielen Formen für die Schokolade, welche an der Wand hingen, stach eine Vitrine ganz besonders heraus. In der Vitrine hing ein Kleid, komplett aus Schokolade angefertigt. Es wog mehr als 55kg. 
Nach einem kleinen Picknick in einem Wald, ging es mit dem Bus weiter zu einer Bowling Halle, in der wir zwei Runden gebowlt haben.
Den Abend verbrachten wir wieder zusammen mit der Familie, entweder mit gemeinsamen Spielen oder vor dem Fernseher.

Am Mittwoch ging es morgens, zusammen mit den Austauschschülern, in die Lycée Uruguay-France. Dort nahmen wir zwei Stunden am Unterricht teil um das Französische Schulsystem kennenzulernen. Anschließend gab es ein Buffet in einem Klassenzimmer der Schule. Dort haben wir auch Fragen für das Ministère de l’Agriculture(Landwirtschaftsministerium) vorbereitet. Es kamen dabei einige interessante Fragen raus, die wir bei der morgigen Besichtigung des Landwirtschaftsministeriums stellen konnten. 
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Dafür hatten die Franzosen zwei Runden Laser Tag für uns vorbereitet. Durch die wechselnden Teams hat es sehr viel Spaß gemacht und wir hatten immer etwas zum Lachen.

Donnerstagmorgen trafen wir uns dann vor dem „Chåteau de Fontainbleau“ und haben es zusammen besichtigt. Es war sehr interessant zu sehen, wie der Jagdsitz der Könige aussah. Ein pompöses Schloss, welches mitten in einem großen Wald im Großraum Paris, der sogenannten Ile-de-France, liegt. Sowohl von außen als auch von innen sah es sehr mächtig und atemberaubend aus. 
Nach der Besichtigung sind wir mit dem Zug nach Paris gefahren und haben uns das „Ministére de l’Agriculture à Paris“ angesehen. Die Fragen, welche wir am Vortag aufgeschrieben hatten, konnten wir nun loswerden. Auf jede Frage gab es eine ausführliche Antwort. Das Landwirtschaftsministerium hat viele Kompetenzfelder und kümmert sich zum Beispiel um die Ernährung, Fischerei, Aquakultur, Lebensmittelbranche, Waldwirtschaft und um den Außenhandel.

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes des einwöchigen Austausches sind wir wieder zusammen nach Paris gefahren. Angefangen hat unsere Tour am „Sacré Coeur“ den wir von außen, und von innen besichtigt haben. Das künstlerische und literarisch  e Dorf Montmatre war ein kleines bescheidenes Dorf auf einem Hügel im Norden von Paris. Heute ist es mit seinen vielen kleinen Gassen ein Touristenmagnet. 
Nach einem kleinen Spaziergang durch Paris, sind wir am Grab von Henrich Heine angekommen. Zusammen mit anderen Künstlern und Schriftstellern liegt er auf einem Friedhof in der Nähe des Sacré-Coeurs.
Anschließend sind wir  zum „Maison Victor Hugo“ gelaufen. Dort haben wir seine Geschichte erzählt bekommen und viele interessante Gegenstände gesehen, die ihm gehörten. Das vielleicht faszinierendste war ein Bett im letzten Raum des Museums. Uns wurde erzählt, dass dies das Bett ist, in dem Victor Hugo im Jahre 1885 gestorben war. 
Nach einem geschichtsreichen Vormittag, hatten wir den Nachmittag Freizeit.
Viele verbrachten den Nachmittag damit, sich die Geschäfte anzugucken, durch die Gassen zu bummeln und ab und zu etwas zu essen. 
Ein wirklich aufregender letzter Tag in Paris, zusammen mit unseren Austauschschülern, neigt sich dem Ende zu. 
Am Abend gab es bei einer französischen Austauschschülerin eine kleine Abschlussparty, bei der viel erzählt und gelacht wurde. Ein tolles Ende nach einer schönen Woche!

Am Tag darauf hieß es dann wieder „Abschied nehmen“.
Es flossen viele Tränen, in den Augen der Deutschen und der Franzosen. 
Jedoch haben einige der Austauschschüler bis heute noch Kontakt mit ihren „corres“ und werden sich in den nächsten Ferien mit ihnen treffen…

Eine wundervolle und aufregende Zeit ist zu Ende gegangen. Es war eine erfahrungsreiche Zeit, sowohl in Deutschland, als auch in Frankreich. Eine Zeit die jeden, der sich darauf einlässt, viele Eindrücke und Erkenntnisse über Frankreich und seine tollen Menschen bereichert.

Niklas Teich


Frankreichaustausch (© Unbekannt)