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Theater

Seit Beginn des Schuljahres 2003/04 hat die Theater-AG eine neue Leiterin: Frau Jäger-Endras. Mit ihrer Arbeit setzt sie eine langjährige Schüler-Theater-Tradition an der FHS fort.
Es begann alles kurz nach Bezug des Neubaus an der Hengsteyseestraße. Schon Anfang der 80er Jahre brachten Schüler und Schülerinnen der Mittel- und Oberstufe (nach vergleichsweise bescheidenen Anfängen) sehenswerte Produktionen auf die PZ-„Bühne"; erinnert sei insbesondere an die abendfüllenden Stücke „Die Kleinbürgerhochzeit" von Bert Brecht und „Romulus der Große" von Friedrich Dürrenmatt, jeweils unter der exzellenten Regie von Reinhard Finke. Ihm sind auch die (leider allzu niedrigen) Bühnenpodeste, die Stellwände und der große Vorhang zu verdanken, die heute in Raum 109 nach wie vor in Gebrauch sind.
1987 verließ Reinhard Finke die FHS auf eigenen Wunsch in Richtung Bochum. Inspiriert durch eigenes Theaterspiel an der Deutschen Schule Brüssel übernahm im selben Jahr Gerd Heimann die Bühnenarbeit - im wahrsten Sinne des Wortes, galt es doch zunächst einmal einen festen Bühnenraum zu schaffen. Raum 109 wurde zum reinen Theaterraum umfunktioniert (mit Raum 110 als erweitertem Zuschauerraum); die Podeste konnten vervollständigt und ein Hintergrundvorhang angebracht werden. Bei den ersten Aufführungen wirkten fast ausschließlich Schüler und Schülerinnen der eigenen Deutsch-Klassen von Gerd Heimann mit; erst nach und nach erweiterte sich der Kreis der Schauspielfreudigen.
Mit drei Schwierigkeiten hatte und hat die Theater-AG zu kämpfen:

Es ist gar nicht so leicht, einen Probentermin zu finden, der allen Interessenten zusagt. Weil immer wieder Neue ans Theaterspielen herangeführt werden müssen, ist die Auswahl geeigneter Stücke erschwert; zudem kann in der Regel erst nach zwei, drei Schuljahren mit kleineren Vorhaben wieder eine ehrgeizigere Produktion in Angriff genommen werden.

Da zumeist ein Stück erst gegen Ende eines Schuljahres „steht", haben bei den (zwei bis vier) Aufführungen Akteure wie Zuschauer (bis zu 130 pro Abend) mit sommerlichen Sauna-Temperaturen, verstärkt durch die Scheinwerfer, zu kämpfen - auch hinter der Bühne kein Vergnügen.

Rückblickend ist Gerd Heimann besonders stolz auf die Realisierung zweier Dürrenmatt-Stücke: „Die Physiker" (1990 / 2001) und „Der Besuch der alten Dame" (1998), letzteres in gedeihlicher Zusammenarbeit mit der Theater-AG der Realschule. Und ein gutes Stück Außenwirkung erwartet er sich von der Karriere eines ehemaligen Schülers und begnadeten Schauspielers: Ronny Tomiska hat den Sprung an die wohl renommierteste Schauspielschule Deutschlands in Rostock geschafft - mit 10 anderen ausgewählt aus 1.600 Bewerbern!

Bis 2003 gingen in Raum 109/110 unter der Regie von Gerd Heimann über die Bühne:

  • 1988 „Schreie in der Nacht"
  • 1989 „Romea und Julio"
  • 1990 „Die Physiker"
  • 1991 „Die tote Tante"
  • 1992 „Mord ohne Leiche" und „Dunkelrote Rosen"
  • 1993 „Grimms Märchen: live"
  • 1995 „Schreie in der Nacht"
  • 1997 „Strafsache Otto Mückenfett" und „Gipfeltreffen"
  • 1998 „Der Besuch der alten Dame"
  • 1999 „Mr. Silberlöffel" und „Kellergäste"
  • 2001 „Die Physiker"
  • 2003 Märchenparodien: „Lara Kraft", „Schneewitti", „Flaschenputtel"

Projekte der Theatergruppe unter der Leitung von Frau Jäger-Endras:

  • 2004 „Acht Frauen"
  • 2005 Das Gespenst von Canterville
  • 2006 Die gebrüder Grimm
  • 2010 Hatten wir Sie eingeladen, Mr...?