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Kindheit im Wandel (weiblich)

Die Umfrage ergab, dass viele Veränderungen im Laufe der Generationen stattgefunden haben. Obwohl die Kinder früher strenger erzogen wurden, teilweise sogar Schläge erhielten, war das Zusammenleben in der Familie deutlich besser als heute, da großer Wert auf regelmäßige Familientreffen und Zusammenhalt gelegt wurde. Das führte möglicherweise auch dazu, dass deutlich weniger Ehen geschieden wurden. Außerdem waren viele Frauen verwitwet , da ihre Männer im Krieg umgekommen waren. Die Hauptgründe für die wenigen Scheidungen waren allerdings eindeutig. Zum einen war es Sitte relativ früh zu heiraten und danach nicht mehr scheiden zu lassen, zum anderen war es ungünstig für die Frau, weil sie auf das Geld des Mannes angewiesen war. Damals gab es nämlich noch die traditionelle Rollenverteilung. Der Mann war ausschließlich für das Geld verdienen zuständig und die Frau für den Haushalt und die Versorgung der Kinder. Obwohl in allen Generationen die finanzielle Situation als durchschnittlich angesehen wurde, steht den Kindern heute viel mehr Geld zur Verfügung. Der Lebensstandard ist also gestiegen. Soziale Kontakte wurden/werden hauptsächlich in der Schule geknüpft. Im Gegensatz zu heute gab es früher teilweise getrennten Unterricht und größere Klassen. Außerdem durften die Kinder von den Lehrern geschlagen werden um die gewünschten Erziehungsziele zu verfolgen. Auch in der Freizeit wird die strengere Erziehung von früher deutlich. Dadurch, dass nur die Hälfte der Kinder über ihre Freizeitgestaltung selbst bestimmen konnten, wurde die Privatsphäre stark eingeschränkt, z.T. durch religiöse Verpflichtungen, Zeitbegrenzungen und Kontrollen der Familie. Daher war es auch nicht leicht, die Erlaubnis und Akzeptanz von den Eltern für einen Freund zu bekommen. Ein prägnantes Ergebnis ist auch, dass früher bei der Freizeitgestaltung die Familie im Vordergrund stand und heute die Familie oftmals in den Hintergrund getreten ist und fast ausschließlich die Freunde eine große Rolle spielen.


Fazit:
Grundlegende Veränderungen im Wandel der Kindheit sind beim Lebensstandard, Familienzusammenhalt, bei der Aufgabenverteilung sowie bei der Strenge der Familie und der Erziehung (autoritärer Erziehungsstil -> demokratischer Erziehungsstil) zu erkennen.

Bei der Umfrage wurden ca. 26 Töchter, 26 Mütter und 18 Großmütter befragt.